2019 / 2020

Veranstaltungen 2019/2020

Die Vorträge finden jeweils um 19.30 Uhr in der Volkshochschule, Ländgasse 41, statt.
Bitte beachten Sie die Informationstafel im Eingangsbereich.
 

22. Oktober 2019
Monsignore Johann Schober

Ortsnamen aus der Stadt Landshut und dem Umkreis –
ihre früheste Erwähnung und Deutung

Für die Erforschung der Siedlungsgeschichte leistet die Ortsnamenforschung neben der Archäologie, der Geschichtswissenschaft, der Siedlungsgeographie einen wichtigen Beitrag. Das durch Jahrhunderte in zahlreichen Urkunden tradierte Namengut bringt Licht in vergangene Zeiten.
Orte wie Altdorf, Ergolding und Pfettrach werden schon im 8. Jahrhundert erwähnt. Der Ortsname Eugenbach enthält in seinem Bestimmungswort den römischen Personennamen Jubo in seiner bairisch-althochdeutschen Form Jupo. Bei Gundihausen stand eine Frau - Cundwiha - als Namengeberin am Anfang. Bei den urkundlichen Ersterwähnungen ist zu beachten, dass diese nur in Ausnahmefällen mit dem Gründungsdatum der Orte gleichzusetzen sind.

 

26.11.2019

Leider muss der Vortrag von Frau Dr. Marianne Gammel entfallen.

Es referiert stattdessen

Alexander Langkals, MA., Das Kriegerdenkmal in der Landshuter Neustadt

 

entfällt leider
Dr. Marianne Gammel

Mair von Landshut

"Obwohl von Mair von Landshut (um 1450/60 - ca. 1504) eine Reihe von vor allem signierten Graphiken erhalten sind, ist er als Künstlerpersönlichkeit schwer fassbar. Herkunft und künstlerischer Werdegang lassen sich nur ansatzweise rekonstruieren. Die kunsthistorische Forschung hat sich deshalb nur wenig für ihn interessiert. Der Freisinger Fußwaschungsaltar, eine Memorialstiftung des Tristan von Nussberg, gibt einen geographischen Anhaltspunkt für Mairs Schaffen. Die Dissertation thematisiert erstmals das komplexe Gesamtprogramm des Altares in der Freisinger Domsakristei und seine inhaltliche und formale Konzeption. Das Retabel wird als ein innovatives und theologisch aufgeladenes Konzept diskutiert. Die ausgeklügelte Phantasie legt die Annahme ganz spezieller Wünsche vonseiten des Stifters nahe."

 

28.01.2020
Dr. Dominik Reither

Das Civilian Internment Camps No 6 in Moosburg

Im Zuge der Entnazifizierung internierten die amerikanischen Streitkräfte bei Kriegsende zahlreiche Funktionsträger des Dritten Reichs. Eines der größten Internierungslager der amerikanischen Besatzungszone, das Civilian Internment Camp No. 6, befand sich in Moosburg. Von Juni 1945 bis April 1948 waren hier zeitweise bis zu 10.000 Personen interniert.
Der Vortrag befasst sich mit dem Alltag im Lager, mit der Ernährung und Unterbringung der Internierten, deren Entnazifizierung und der Behandlung durch amerikanische und deutsche Dienststellen. Außerdem beschäftigt sich der Vortrag mit der Frage, welche Personen und Personengruppen in Moosburg interniert waren.

 

11.02.2020
Dr. Melanie Burgemeister

Kleider – Kultur – Ordnung

Kleidung ist ein zentrales Mittel zur Selbstdarstellung. Aspekte wie Wohlstand, Gruppenzugehörigkeit oder auch modische Vorlieben lassen sich damit ausdrücken. Diese vielfältigen Möglichkeiten wurden im Spätmittelalter jedoch durch Kleiderordnungen begrenzt: Es sollte jedem nur der für seinen Stand angemessene Luxus gestattet werden. Durch die genaue Beschreibung des Erlaubten und Verbotenen wurden Wertvorstellungen fixiert, die heute ein Verständnis der Kleidungspraxis im Spätmittelalter ermöglichen. Dabei äußerte sich beispielsweise der Landshuter Herzog im Jahr 1470 zu den unterschiedlichen Arten von Seidenstoffen und Pelzen und der Frage, wer sie tragen durfte. Doch auch Aspekte wie die übermäßige Erotik in der Kleidung wurden von ihm behandelt. Die Kleiderordnungen sind damit ein spannendes Dokument zur Mode und dem Umgang mit Kleidung.

 

März 2020
Isabella Denk

Landshut-Hascherkeller – ein bemerkenswerter Fundort

Das hallstattzeitliche Grabenwerk von Landshut-Hascherkeller ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert:
Es handelt sich um eine Siedlung, die aus insgesamt vier Grabenwerken bestand. Deren Bewohner machten sich sogar teilweise die Mühe, diese durch Doppelgräben zu schützen. Doch nicht nur während der Hallstattzeit (850 - 450. v. Chr.) wurde diese Lage als siedlungsgünstig erachtet. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1978 bis 1981 wurden auch Spuren der frühen Bronzezeit, der Urnenfelderzeit sowie der Römischen Kaiserzeit nachgewiesen.

Ein anderer Aspekt, der diesen Fundort so spannend macht ist der forschungsgeschichtliche. Archäologische Wegbereitern unserer Region wie Rainer Christlein und Werner Hübner ist die Entdeckung der Fundstelle zu verdanken. Zudem wurden zwei in den 1970er Jahren neuartige Prospektionsmethoden zum Einsatz gebracht: Die Luftbildarchäologie sowie die geophysikalische Prospektion.

Vierzig Jahre später wurden im Herbst 2019 die Arbeiten auf dem Areal seitens der Stadtarchäologie Landshut wieder aufgenommen. Grund dafür ist der geplante Neubau einer Waldorfschule. Die Grabungsergebnisse sowie ein Rückblick auf die Untersuchungen der 1970er und 1980er Jahre werden in dem Vortrag vorgestellt.

21. April 2020
Gerhard Tausche
„Stadt befreit“ – Die Wittelsbacher als Städtegründer am Beispiel Landshuts

Im Jahr 2020 präsentiert das Haus der Bayerischen Geschichte die Landesausstellung im Wittelsbacher Schloss in Friedberg und im ehemaligen Feuerwehrhaus in Aichach unter dem Titel „Stadt befreit – Wittelsbacher Gründungsstädte“. Dies ist Anlass wieder auf den Anlass für die Gründung der Stadt Landshut durch die ersten Wittelsbacher einzugehen und die Entwicklung in den ersten Jahrzehnten in Hinblick auf die Städtegründungswelle des 13. Jh. zu beschreiben. Anhand des ersten Jahrhunderts der Stadt Landshut kann anschaulich die Politik der Wittelsbacher dargestellt und Parallelen zu anderen bayerischen Städten gezogen werden.
Mit eingeschlossen ist die weitere Entwicklung und die Bedeutung der Städte im Herzogtum Bayern.

 

Bitte beachten Sie:

Vor dem Vortrag findet um 19 Uhr die Generalversammlung des
Historischen Vereins für Niederbayern statt.

 

Tagesordnung:

Geschäftsbericht des 1. Vorsitzenden
Kassenbericht
Entlastung der Vorstandschaft
Ausblick
Anregungen und Wünsche

Anträge sind bitte bis zum 7. April 2020 in der Geschäftsstelle
oder beim 1. Vorsitzenden abzugeben.